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Konsequente Modernisierung ICS ist ein mittelständischer Mediendienstleister mit rund 60 Mitarbeitern. In den vergangenen Jahren hat Unternehmensgründer Alois Palmer den Betrieb durch Innovationsfreude und zukunftsweisende Investitionen schrittweise von der klassischen Offsetdruckerei zum modernen Mediendienstleister umgebaut. So hatte ICS beispielsweise eine der ersten Computer-to-Plate-Systeme in Deutschland. Neben Ein-, Zwei- und Fünffarben- Offsetmaschinen stehen bei dem Mediendienstleister bereits seit längerem zwei Digitaldrucksysteme – eine Einfarben- Duplex-Cutsheet- und eine Vierfarben-Duplex-Endlos-Maschine.
Erster Twin bei ICS Als weltweit erstes Unternehmen bekam ICS die Möglichkeit, ein Twin-System der neuen Océ VarioStream 7000 Familie zu testen. Mitte 2002 beschloss Alois Palmer, die Cutsheet-Maschine, auf der Loseblatt- Werke produziert wurden, schrittweise zu ersetzen. „Wir waren auf der Suche nach einem schnellen und zuverlässigen Endlossystem, auf dem wir neben den Ergänzungslieferungen auch gleich die kompletten Grundwerke wirtschaftlich drucken können“, sagt Alois Palmer. Für Océ war ICS der ideale Partner für die Pilotierung, weil das hohe Volumen der Druckerei einen realistischen Praxistest ermöglichte. In der Zwillingskonfiguration können bis zu 360 Seiten DIN A4 (2-up) oder wie bei ICS 760 Seiten DIN A5 (3-up) pro Minute mit einer Auflösung von 600 dpi gedruckt werden.
Endlosdruck mit perfektem Datenhandling Eine besondere Herausforderung war der riesige Datenbestand bei ICS – über 50 Loseblatt-Werke der Rechts- und Steuerliteratur mit einem Umfang bis 24.000 Seiten. Klaus Volmer, Mitglied der Geschäftsleitung und Projektleiter: „Océ hat uns die Entwicklung einer Lösung garantiert, mit der wir unsere strukturierten Daten problemlos drucken können. Andere Anbieter haben diesen Service nicht geboten.“ Die Datenübernahme läuft über die Océ Software DPconnect. Dieses Programm verbindet den Océ PRISMA+PoD Server direkt mit Xerox DigiPath und konvertiert die Daten automatisch. Océ DPconnect unterstützt aber auch zusätzliche Funktionen, die für den digitalen Endlosdruck notwendig sind, wie zum Beispiel den 3-up Druck, der bei ICS für DIN A5-Applikationen verwendet wird.
Bewährungsprobe gemeistert Sofort nachdem das System bei ICS installiert war, stand die erste Bewährungsprobe an: Für einen Verlag mussten innerhalb von zwei Wochen 7,5 Millionen Seiten DIN A5 auf Leichtpapier mit 50 g/m2 gedruckt und weiterverarbeitet werden. „Bei diesem Auftrag hatten wir absolut keinen Zeitpuffer“, sagt Projektleiter Klaus Volmer. „Alles musste im Prinzip ohne Testlauf sofort funktionieren – die Übernahme unserer strukturierten Daten, der Druck und die Endverarbeitung. Wenn Océ da nicht so schnell reagiert hätte, hätten wir sicher den Auftrag, vielleicht sogar unseren Kunden verloren.“
Zukunftsweisend am Druckmarkt positioniert Für beide Partner – ICS und Océ – verlief die Pilotierung sehr erfolgreich. Das System hat alle Tests bei ICS und vielen weiteren Kunden bestanden und ist inzwischen zum Vertrieb freigegeben. Die Océ VarioStream 7000 Systeme werden die überaus erfolgreichen Océ Produktfamilien Page- und Demandstream ersetzen. Genau wie die Vorgänger sind die neuen Systeme variabel einsetzbare Hochleistungsdrucker, die für den wachsenden Markt der datenbankgestützten Print-on- Demand-Anwendungen entwickelt wurden. Ein Markt, für den ICS bestens gerüstet ist – auch deshalb, weil sich der Océ VarioStream 7200 Twin unproblematisch auf ein 1.200-Seiten-System aufrüsten lässt. Alois Palmer: „Früher hat sich der Digitaldruck hauptsächlich für Ergänzungslieferungen und kleine Nachauflagen gerechnet. Mit dem schnellen und rentablen Endlossystem von Océ können wir unseren Verlagskunden jetzt auch den digitalen Druck ganzer Grundwerke zu interessanten Konditionen anbieten.“ Die konsequente Digitalisierung der Betriebsabläufe war für ICS die richtige Entscheidung. In den letzten Jahren wurden zwölf neue Mitarbeiter eingestellt. Und das in Zeiten, in denen viele andere Druckbetriebe Stellen abbauen mussten. |