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Int. Atomenergiebehörde setzt 100% auf Digitaldruck
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Umstieg verbessert Effizienz und Flexibilität des Druckzentrums
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) bedruckt im Jahr mehr als 100 Millionen A4- Seiten in Form von Dokumenten sowie technischen und wissenschaftlichen Publikationen. Der Umstieg vom Offset- auf den Digitaldruck, bei dem unter anderem zwei Océ VarioStream 7000 zum Einsatz kommen, hat die Wirtschaftlichkeit der Hausdruckerei nachhaltig verbessert.
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) ist eine Teilorganisation der Vereinten Nationen (UNO) und hat ihren Hauptsitz in Wien. Sie fördert die friedliche Nutzung der Kernenergie und versucht gleichzeitig, deren militärische Nutzung durch gezielte Überwachungsmaßnahmen zu verhindern. Aufgrund der internationalen politischen Entwicklung ist das Interesse an der Arbeit der IAEA stark gestiegen. Um die Bedeutung ihrer Arbeit zu unterstreichen, wurde die Organisation 2005 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Insgesamt sind für die IAEA weltweit 2200 Mitarbeiter(innen) tätig, die für ihre Arbeit eine Vielzahl von Dokumenten und Publikationen in gedruckter Form benötigen. In der Wiener UNOCity finden über das Jahr hinweg bis zu 900 Konferenzen statt, und die IAEA verlegt auch technische und wissenschaftliche Literatur zum Thema Nukleartechnik. Gedruckte Informationen besitzen für die IAEA einen hohen Stellenwert. Die Gründe dafür sieht man in der mangelnden Akzeptanz von elektronischen Dokumenten und darin, dass gerade in sensiblen Bereichen gedruckte Dokumente eine höhere Glaubwürdigkeit besitzen. Zudem hat das starke Interesse an der IAEA die Nachfrage nach Publikationen steigen lassen.
Ideale Auftragsstruktur
Die IAEA verfügt seit ihrer Gründung im Jahr 1957 über eine eigene interne Druckerei. Über die Jahre hinweg wurden dort beachtliche Kapazitäten im Offsetdruck aufgebaut. Mitte der 90er-Jahre wurde der reine Schwarzweißdruck bereits auf Fotokopiersysteme ausgelagert. In Spitzenzeiten beschäftigte das Druckzentrum 51 Mitarbeiter (innen). Die verschiedenen Arbeitsunterlagen und Publiaktionen können aus zeitlichen, aber auch sicherheitstechnischen Gründen nur durch einen internen Dienstleister hergestellt werden. Die speziellen Publikationen zum Thema Nukleartechnik sind sehr umfangreich und werden in Auflagen von maximal 1000 Exemplaren aufgelegt - eine Auftragsstruktur, die mit konventioneller Offsetdrucktechnik nicht effizient bedient werden konnte.
2001 leitete die IAEA 2001 Restrukturierungsprogramm ein und holte sich mit Joaquín Suarez-Prado einen erfahrenen Berater ins Haus, der ein Konzept für durchgängiger digitaler Workflow bildet. Am Ende der Prozesskette sollten digitale Drucksysteme die Dokumente und Publikationen in Schwarzweiß und Farbe zu Papier bringen. Ziel war es, eine technische Infrastruktur zu implementieren, mit der die unterschiedlichsten Aufträge, von der Visitenkarte über CDBooklets bis zu Publikationen und Postern, in kleinen Auflagen zu produzieren. Allerdings wollte man dabei nicht die typischen Restriktionen einer Printing-on-Demand- Umgebung in puncto Format, Farbe, Bedruckstoffe oder Veredelungen in Kauf nehmen. Gleichzeitig strebte man die Integration von Druck und Finishing in einer Produktionslinie an.
 
Gesamtverantwortung klar geregelt
Auf dieser Basis wurde der Auftrag für eine digitale Schwarzweiß- und Farbdrucklösung öffentlich ausgeschrieben. Océ haben die Ausschreibung für die Schwarzweißlösung gewonnen und dazu zwei Endlosdrucksysteme
Océ VarioStream 7000 mit einem integrierten Finishing-System von Hunkeler und einem Amigo-Klebebinder von Müller Martini installiert. In der Twin-Konfiguration druckt die VarioStream 7400 bis zu 700 A4-Seiten beidseitig. Auf dem Hochleistungsdrucksystem werden Papiere mit einer Grammatur von 60 bis 150 g/m² verarbeitet.
Gerade bei der Produktion von Arbeitsunterlagen und Publikationen mit einem Umfang von mehr als 96 Seiten spielt die Océ VarioStream 7000 ihre Stärken aus. Mit den integrierten AmigoPlus-Klebebinder werden Publikationen mit einer Dicke von bis zu 40 Millimetern erstellt.

Über das Hochleistungssystem von Océ werden heute 50 Prozent des gesamten Druckvolumens der IAEA abgewickelt, das sich im Jahr 2005 auf weit mehr als 100 Millionen A4-Seiten belief. Befragt nach den Vorteilen, die sich durch den vollständigen Umstieg auf den Digitaldruck ergeben, führt Joaquín Suarez-Prado mehrere Punkte an. So konnten unter anderem die gesamte Prozesskette verkürzt und vereinfacht sowie gleichzeitig die Mitarbeiter(innen)zahl von 51 auf 32 gesenkt werden. Die Zusammenführung des Digitaldrucks und des Finishings in eine integrierte Produktionslinie ist gelungen, und Océ übernimmt dabei auch die Verantwortung für die Komponenten von Hunkeler und Müller Martini. Die Produktivität des Druckzentrums konnte durch die Einführung des Digitaldrucks enorm gesteigert werden. Die Durchlaufzeiten haben sich um mehr als die Hälfte reduziert, sodass man wesentlich flexibler und schneller agieren kann. Bei der IAEA gab es Befürchtungen, der Digitaldruck würde im Vergleich zum Offsetdruck Qualitätseinbußen bringen.
Diese haben sich als absolut unbegründet erwiesen, versichert Joaquín Suarez-Prado. Das Druckzentrum könne heute nahezu das gesamte Spektrum einer konventionellen Offsetdruckerei abdecken. Das Beispiel des Druckzentrums der IAEA beweist, dass der Digitaldruck selbst bei großen Druckvolumina eine Alternative zum Offsetdruck darstellt.
 
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