Zwei Arbeitsschritte eingespartDer Zeitgewinn war für Holger Friederich eines der wesentlichen Argumente für den Kauf der Océ Arizona T220 UV. „Wenn man mit einer Investition zwei Arbeits- schritte einsparen kann, dann lohnt es sich, ernsthaft darüber nachzudenken “, sagt der Leiter des Bereiches Digitaldruck. Auch die wirtschaftlichen Vorteile spielten eine erhebliche Rolle. „Wir bekommen häufig Aufträge über 20 oder 30 Platten, und irgendwann dann Nachbestellungen im Zehnerpack. Im Siebdruck lässt sich beides nicht wirtschaftlich realisieren, und beim Digitaldruck auf Papier oder Folie hatten wir hinterher noch die ganze perso- nalintensive Nachbearbeitung als Zeit- und Kostenfaktor. Jetzt drucken wir direkt auf Alu-Dibond, Kunststoffplatten, Plexi- glas, Holz und wenn es gewünscht wird, sogar auf Riffelblech.“
Seit die Océ Arizona T220 UV installiert ist, deckt die Fokina Produktions- und Dienstleistungs GmbH als einer der ganz wenigen Dienstleister in Deutschland die gesamte Bandbreite des großformatigen Druckens ab. Im Digitaldruck-Bereich ste- hen neben dem Flachbettdrucker noch zahlreiche konventionelle Großformatsy- steme für bis zu fünf Meter breite Drucke.
Auf fünf Siebdruckmaschinen werden die hochvolumigen Aufträge abgearbeitet, wenn es sein muss auch unter vollem Einsatz der Mitarbeiter und rund um die Uhr. Und mit zwei horizontalen großen Belichtungs- automaten für fotografische Arbeiten kann das Unternehmen Farbvergrößerungen bis zu 1,82 x 9,00 Meter am Stück anfertigen.
Das optimale Bindeglied Fotoarbeiten bildeten auch die Keimzelle der Fokina GmbH, die mittlerweile seit 50 Jahren besteht. Den Anfang machte ein Fotofachlabor in Mannheim, das Kunden im Rhein-Neckar-Raum mit fototechni-
schen Produkten und Dienstleistungen versorgte. Mit der Übernahme der Firma durch Kurt Friederich im Jahr 1988 und dem Umzug nach Sinsheim im Jahr 1991 erweiterte sich das Spektrum des Unter- nehmens zunächst um den Digital- und kurz darauf auch um den Siebdruck. Um hier von Anfang an Wettbewerbsfähig zu sein übernahm die Fokina GmbH eine Siebdruckerei in Dortmund, die im Jahr 2001 komplett in die neu gebaute Unter- nehmenszentrale in Eppingen umzog. Mit der Anschaffung der Océ Arizona T220 UV wird das Gesamtprogramm abgerundet.
Mit Verlagerung der Siebdruckerei war auch für Sascha Brune der Wechsel von Dortmund nach Eppingen verbunden. Für den gelernten Siebdrucker war es anfangs schmerzhaft zu sehen, wie der Digitaldruck „seinem“ Druckverfahren immer mehr Marktanteile abnahm. Inzwi- schen sieht er jedoch eher die Chancen, die sich aus der Verbindung ergeben. „Die beiden Druckverfahren ergänzen sich eigentlich ganz hervorragend “, hat er fest- gestellt. „Ein Dienstleister, der nur auf ein Verfahren setzt, ist heute nicht mehr wett- bewerbsfähig. Und mit der Océ Arizona T220 UV haben wir jetzt auch das opti- male Bindeglied zwischen den beiden Druckverfahren im Haus.“
„Den Vorsprung kann uns keiner mehr nehmen“ Um dieses Bindeglied bestmöglich nutzen zu können, waren der Siebdrucker Sascha Brune und die Digitaldruck-Expertin Melanie Regeisz von Anfang an gleicher- maßen involviert, als der digitale Flach- bettdrucker im Unternehmen eingeführt wurde. „Vom Siebdruck kommt beispiels- weise das gesamte Know-how zum Thema starre Materialien, welches Material wofür am besten geeignet ist und so weiter, im Digitaldruck kennt man sich unter ande- rem mit der Technik und mit den elektro- nischen Bilddaten aus “, erläutert Willy Jost. „Wir können das hier beides wunder- bar zusammenführen, Ideen austauschen und vor allem Erfahrungen sammeln, von denen wir später profitieren werden. In ganz Deutschland stehen vielleicht zehn oder 20 Flachbettdrucker dieser Größe, wir sind die ersten, die sich eine Océ Ari- zona T220 UV angeschafft haben. Den Vorsprung, den wir uns jetzt erarbeiten, kann uns so schnell keiner mehr nehmen.“
In den ersten Wochen wurde die Océ Ari- zona T220 UV deshalb auch nicht aktiv vermarktet, sondern ausführlich getestet, sowohl mit vorhandenen Daten als auch bei neu einlaufenden passenden Aufträ- gen. Mit Erfolg. „Sie macht wirklich tolle Bilder “, schwärmt Sascha Brune, und Wil- ly Jost hat sich mittlerweile an die Kun- denreaktionen gewöhnt. „Bislang haben wir nur positive Rückmeldungen bekom- men “ sagt er. „Und gerade eben haben wir den Auftrag eines Möbelhauses einfach mal auf die Arizona umgeleitet. Ich weiß jetzt schon, die werden begeistert sein, wenn sie das Ergebnis sehen.“
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