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Wenn die Daten aus dem Weltall kommen
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Die Océ TCS400 sorgt für Bilder vom Titan  
Druckdaten, die um die Welt reisen, sind nichts Ungewöhnliches. Egal ob via E-Mail oder über den direkten Druckanstoß - länger als ein paar Sekunden sind die Daten nie unterwegs. Wenn also der Transfer sieben Stunden dauert, dann ist meistens irgendwo die Leitung defekt. Oder zwischen Sender und Empfänger liegen 1,4 Milliarden Kilometer. Das ist in etwa die Entfernung zwischen dem Saturn-Mond Titan und dem Darmstädter European Space Operations Center (ESOC) der European Space Agency (ESA). Die Daten stammen von der Raumsonde Huygens, für den großformatigen Ausdruck nutzt die ESA eine Océ TCS400
Urlaubsbilder nach 3,5 Milliarden Km
Sieben Jahre lang war der NASA-Orbiter
Cassini mit der Eintauchsonde Huygens
unterwegs. Auf einer komplizierten, exakt
berechneten Flugbahn holte er sich beim
Vorbeiflug an Venus, Erde und Jupiter den
nötigen Schwung für die insgesamt 3,5
Milliarden Kilometer lange Reise zum
Saturn und zu seinem Mond Titan. Dort
setzte er - quasi im Vorbeiflug - die Sonde
Huygens ab. Von den Bildern, die Huygens
beim Anflug und nach der Landung
auf Titan machte, erhoffen sich die
Wissenschaftler interessante Aufschlüsse
über die Entstehung der Erde.

„Neben den Daten über die Zusammensetzung
der Titanatmosphäre sind es natürlich vor allem
die Bilder von seiner Oberfläche, die unsere
Wissenschaftler interessieren“, erläutert
Matthias Braumann von den ESOC Site Management
Services. „Und für die Öffentlichkeit ist es
natürlich vor allem spannend, wie es dort
oben aussieht. Deshalb nutzen wir die Océ TCS400, um großformatige Bilder für unsere Wissenschaftler und für unsere Öffentlichkeitsarbeit zu produzieren.“

 
Vom Bauplan bis zum Weltraumfoto
Die ESOC Site Management Services sind
die Dienstleistungsbereiche für das gesamte
Darmstädter Raumfahrt-Kontrollzentrum.
Zu den Serviceleistungen gehört neben der
gesamten Warenlogistik, dem
Konferenzmanagement und der Sicherheit auch
die Inhouse-Reproduktion. Neben drei Océ
Kleinformatsystemen für den Farb- und
Schwarzweißdruck kommt hier eine Océ
TCS400 als echtes Multitalent zum Einsatz.
Poster und Plakate mit Computer-
Animationen der unterschiedlichen Missionen
werden darauf ebenso produziert
wie Originalbilder aus dem Weltall und
Baupläne für die ESA-Stationen in aller
Welt, die ebenfalls im Zuständigkeitsbereich
der Site Management Services in
Darmstadt liegen. „Wir nutzen die gesamte
Bandbreite und alle Möglichkeiten des
Systems“, sagt Matthias Braumann. „Das
reicht vom Scannen alter Baupläne, die
wir aufheben müssen, über den Druck
technischer Unterlagen und Zeichnungen
bis hin eben zur Produktion großformatiger
Farbbilder.“
Der Service ist fantastisch
Diese Bandbreite war einer der Gründe,
die für die Anschaffung einer Océ
TCS400 ausschlaggebend waren. Ein
anderer war der Océ Kundenservice, von
dem Braumann schlichtweg begeistert ist.
„Océ bietet in Deutschland einen fantastischen
Kundenservice und hat in diesem
Punkt sicherlich eine Ausnahmestellung
am Markt“, urteilt er. „Schließlich ist es
mehr als nur ärgerlich, wenn wir in der
Hektik einer Weltraum-Mission auch
noch Probleme mit den Drucksystemen
bekommen. Denn wir produzieren hier
auch Unterlagen, ohne die eine Mission
nicht gestartet werden kann. Da ist, wie
bei allen Bereichen der Raumfahrt,
Zuverlässigkeit das oberste Gebot.“
 
Große Augen und Freudentränen
Während der Landung von Huygens auf
dem Saturnmond war demzufolge auch
der gesamte Printshop darauf eingerichtet,
so schnell wie möglich Farbdrucke vom
Titan zu produzieren. „Leider war die Auflösung
der ersten Bilder nicht gut genug
für einen Druck auf der TCS400“, bedauert
Braumann. „Wir dürfen nicht vergessen,
dass die Hard- und Software von
Huygens vor über sieben Jahren entwickelt
und eingebaut wurde.“ Immerhin, für
kleinformatige Ausdrucke waren auch die
ersten ausgewerteten Daten ausreichend,
und schon sie sorgten für große Augen bei
den Journalisten und für Freudentränen
bei den beteiligten Wissenschaftlern.
Reaktionen auf die ersten großformatigen
Ausdrucke sind leider nicht überliefert.
 
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