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Dokumentenproduktion als externer Prozess
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Enorme Flexibilität bei der Dateneingabe – hohe Sicherheit beim Druck
Outsourcing ist für Industrie-, Handels- und Dienstleistungskonzerne ein strategischer Schritt, um Kosten zu senken und Geschäftsprozesse zu verschlanken. Immer mehr Unternehmen vergeben Konzeption, Produktion und Versand von kundenindividuellen Dokumenten an externe Dienstleister. Aus gutem Grund ...
... Neben Kostenvorteilen machen sie sich so professionelles Daten- und Projektmanagement zunutze, das ständig auf der Höhe der Zeit ist.
In diesem Metier betätigt sich die ADM GmbH, München, seit einigen Jahren. Mit stetig steigendem Erfolg. Die Dienstleistungspalette umfasst die gesamte Prozesskette der Posteingangsund
Postausgangsbearbeitung: die Entgegennahme, die Digitalisierung und den Versand von Briefen, Faxen und E-Mails.
Komplexe IT-Dienste für die Aufbereitung der sensiblen Kundendaten auf der einen Seite finden auf der anderen Seite Ergänzung durch intelligente Fulfillmentund Follow-up-Leistungen. Und mittendrin:
Océ-Digitaldruckmaschinen, allen voran zwei  neue Océ VarioPrint 5160-Einzelblattsysteme,  als Leistungsträger für die termingebundene Volumenproduktion.

Wer die drei Buchstaben ADM richtig zu interpretieren weiß, dem offenbaren sich sofort die Wurzeln des Unternehmens: Arbeitsgruppe für Direktmarketing bedeutet das Akronym im vollen Wortlaut. 1965 wurde das Unternehmen gegründet, das sich zunächst ganz der Direktwerbung verschrieb. Erste größere Projekte waren der Auf- und Ausbau der Mitgliederwerbung für den ADAC in verschiedenen Märkten. Weitere Kunden konnten rasch hinzugewonnen werden.
Das Geschäft mit Massenmailings im teils deutlichen Millionenvolumen sollte für rund zweieinhalb Jahrzehnte das Geschehen und die Entwicklungen bei dem Unternehmen bestimmen. Die immer größeren Aufträge machten es aus, dass bei ADM schon 1981 ein erstes Endlos- Laserdruckersystem von Océ die Produktion aufnahm. Es sollte nicht das einzige
bleiben. Trotzdem fällte Rainer Tillich, Mitbegründer und heute geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens, im Jahr 1990 eine strategische Entscheidung: Hohe Auflagen sollten nicht mehr das
Maß aller Dinge darstellen. Das Sinnen und Trachten von ADM fokussierte sich auf mehr Marktnähe zu den ADM-Kunden für deren Zielgruppenbearbeitung: auf die flexible Produktion und Abwicklung „kleinerer“ Direktwerbesendungen mit bis zu drei Millionen Stück. Gegen Ende der Neunzigerjahre engagierte sich das Unternehmen im Zuge der anlaufenden
Outsourcing-Welle zusätzlich in der Übernahme aller Dienstleistungen rund um den personalisierten Dokumenten- Output von Industrie, Banken und Versicherungen. Rainer Tillich erklärt diesen Kurswechsel wie folgt: „Wir wollen uns mit einer besonderen Leistung vom Rest der Anbieter abheben. Von der Posteingangsbearbeitung und Datenbankmanagement über Produktion, Verarbeitung und Versand bis hin zum Response- und Archivierungsmanagement sollen unsere Auftraggeber die Möglichkeit haben, ihre gesamte Kundenkorrespondenz und die begleitende Direktwerbung über uns abzuwickeln. Außerdem wird im Outsourcing-Bereich  die Qualität und eine kontinuierliche, zuverlässige Dienstleistung honoriert, während im reinen Direktmarketing nur noch der Mailing-Preis das Geschehen diktiert.“  Bedingt durch diesen Kurswechsel gewannen im Maschinenpark allmählich Einzelblattdrucksysteme mehr Gewicht.
Fullservice im Outsourcing
Dabei hat sich das Leistungsportfolio stetig erweitert. Es fängt schon bei der Beratung an, die nicht nur eine detaillierte Projektplanung beinhaltet, sondern auch
die Datenanalyse und Pflege von Zielgruppendaten, die Optimierung von Kosten zu Nutzen und die Organisation von Follow-up-Maßnahmen mit einschließt. Weiter enthält das Leistungsspektrum den
Produktions-Service mit Entwurfskonzepten für Mailings, der Herstellungs- und Versandoptimierung mit der Auswahl von geeigneten Materialien und der Beschaffung von Beistellprodukten. Alles was zum Datenmanagement gehört, wird bei ADM ebenso kompetent abgewickelt wie die Personalisierung der Produkte und letzten Endes die Konfektionierung und
der Versand. Passende Lösungen für Erfolgskontrolle und Responsebearbeitung vervollständigen das Angebot, mit dem ADM aktiv auf Banken und Versicherungen zugeht. Beispielsweise präsentierte
sich das Unternehmen auf der Finanztechnologiemesse EBIF (European Banking & Insurance Fair)  in Frankfurt/Main dieser Zielgruppe.
 
Heute machen Outsourcing-Leistungen für Versicherungs- und Finanzdienstleister gut 70 % des Umsatzes von ADM aus. Am Hauptsitz in der Münchener City sind auf rund 4.000 Quadratmetern
Büro- und Lettershop-Fläche über 50 feste Mitarbeiter und zahlreiche Aushilfskräfte beschäftigt. Tag für Tag werden im Auftrag von Kunden aus dem Finanzsektor
Depot-Auszüge, Fonds-Ausdrucke, Antragsunterlagen, Stand-Mitteilungen von Versicherungen und Steuerbescheinigungen produziert und auf den Postweg zu Anlegern und Versicherungskunden gebracht. Bis zu 350.000 individuelle Sendungen verlassen das Produktionsgebäude täglich.

Wie im Direktmarketing ist auch in diesem Geschäft die räumliche Nähe zu den Kunden traditionell von Vorteil. So kommt es nicht von ungefähr, dass der
Großraum München schwerpunktmäßig den geografischen Markt des Unternehmens darstellt. Dennoch bedient ADM auch verschiedene Großkunden aus anderen Teilen der Republik, beispielsweise die ÖRAG Rechtsschutz-Versicherungs-
Aktiengesellschaft in Düsseldorf und deren 14 Versicherungs-Partnergesellschaften. Dank der heutigen Kommunikationsmöglichkeiten lassen sich Kundendaten schnell und sicher per ISDN- oder FTP-Transfer übertragen. Und letztlich ist es
dem Auftraggeber egal, ob die Postauflieferung in Nordrhein-Westfalen oder in München erfolgt. Nur fehlerfrei, zuverlässig und pünktlich muss alles sein.
Kundenorientierte Tugenden – und die angemessene Technik
„Unsere Termintreue“, sagt Rainer Tillich, „ist enorm wichtig. Im Normalfall gehen wir davon aus, morgens die zu verarbeitenden
Daten zu erhalten und die Briefsendungen bis spätestens neunzehn Uhr
bei der Post zu haben. Von unserem Kunden Ebase bzw. Cominvest erhalten wir sogar dreimal täglich Anforderungen und müssen die fertigen Produkte noch am selben Tag bei der Post anliefern.“ Diese engen Terminrahmen machen neben einem ausgefeilten Projektmanagement eine vollständige technische Infrastruktur im eigenen Haus unabdingbar. In Bezug auf die Funktionen Datenverarbeitung/IT, Drucken und Weiterverarbeiten/Konfektionieren sind daher Systeme mit hoher Leistung und Verfügbarkeit gefragt.

Die hochvolumige Druckproduktion übernimmt bei ADM ein Océ Demandstream 8080-Endlosdrucksystem in der Twin-Konfiguration. Neben klassischen Direktwerbe-Mailings (größtenteils auf mehrfarbigem Offset-Preprint-Material) laufen hier die besonders umfangreichen Outsourcing-Jobs, beispielsweise Steuerbescheinigungen für Fonds-Anleger.
Die Océ Demandstream 8080 arbeitet im Rolle-Rolle-Prinzip und schafft im Duplexdruck über 28.000 DIN-A4-Seiten pro Stunde. Im Lettershop wird dann entsprechend von der Rolle weiterverarbeitet. Hier stehen modernste Kuvertieranlagen, diverse Falz- (DIN lang, C5, C4), Frankier-, Adressier- und Briefmarkenklebemaschinen zur Verfügung, zusätzlich eine Zeitschriftenstraße und zwei Inkjet-Stationen für die Adressierung.

Neue Einzelblatt-Ära – wieder mit Océ
Aufgrund des Outsourcing-Geschäfts dominiert im Einzelblattbereich das
Papierformat DIN A4. Hier haben sich seit einigen Jahren zwei Océ Pagestream 158-Duplexdrucksysteme bewährt. Diese Kapazität wurde durch zwei Océ Vario- Print 5160 ergänzt – wie die übrigen Océ-Modelle bei ADM elektrofotografische LED-Tonerdrucksysteme der allerneuesten Generation. Dazu Rainer Tillich: „Es gab natürlich viele Gründe, bei Océ als unserem angestammten Lieferanten von Drucktechnik zu bleiben. Die Entscheidung für die VarioPrint-Drucker wurde aber keineswegs durch diese traditionelle Verbundenheit bestimmt. Wir wollten ein schnelles, zuverlässiges Drucksystem, das problemlos unterschiedliche Papierstärken und -qualitäten verarbeitet und gleichzeitig ein hohes Volumen qualitativ hochwertig produziert.“ Der ADM-Geschäftsführer räumt unumwunden ein, dass zuerst zwei Hersteller im Rennen waren. Doch Océ entschied den Wettkampf mit genau derselben Leistung für sich, die auch ADM in den Mittelpunkt seiner Kundenbemühungen stellt: mit dem umfassenden Service. Rainer Tillich: „Océ bietet uns Wartung und Service rund um die Uhr. Angesichts unserer knappen Termindisposition und der eineinhalb- bis zweischichtigen Produktion können wir auf diese Unterstützung nicht verzichten. Wir sind einfach darauf angewiesen, dass die Service-Hotlines besetzt und Servicetechniker kurzfristig zur Stelle sind.“

Jede der beiden Océ VarioPrint 5160 – die erste kam im Februar, die zweite im Herbst 2003 – bietet eine Druckleistung von 9.600 DIN-A4-Seiten pro Stunde, auch im Duplexverfahren. Für Viktor Dück, der als Arbeitsvorbereiter qua Profession die Effizienz der Produktionsabläufe im Auge hat, ist die hohe Produktionsverfügbarkeit der VarioPrint-Drucker ein entscheidender Vorteil. Sie beträgt über 95 % und bei ADM ist das gleichbedeutend mit der Auslastung der Drucksysteme.
Neben sehr kurzen Papiertransportwegen ist dafür vor allem der neu entwickelte, pneumatische Papiereinzug verantwortlich. Selbst Papiere mit aufgeklebten Plastikkarten lassen sich anstandslos einziehen. Zudem kann das Papier mit beliebiger Formatorientierung eingelegt und das Druckbild noch am Drucksystem entsprechend in 90-Grad-Schritten gedreht werden. So ist rasch und unkompliziert Abhilfe möglich, da durch die Änderung der Laufrichtung das Drucksubstrat manchmal optimaler verarbeitet werden kann. Was die Papiergewichtsklassen angeht, decken die VarioPrint-Systeme ein Spektrum ab, das im A4-Format von 60 bis 190 g/m² reicht. Doch generell lautet die Devise aus Gründen der Portooptimierung „So leicht wie irgend möglich“.

Kostenerwägungen führen außerdem dazu, dass die Kunden aus der Finanzwelt den Druck ihrer Dokumente mit Vollfarbe heutzutage weniger nachfragen.
Dagegen werden Unterschriften in "Tinten-Blau" oder Logos in CI konformer Hausfarbe als farbige Ausschmückungen vermehrt gewünscht. Dann kann ADM die Océ CustomTone-Funktionalität der VarioPrint 5160 nutzen und die Dokumente in einem Durchgang zweifarbig drucken.
 
Viktor Dück und seinen Kollegen haben es zwei Eigenschaften der VarioPrint 5160 besonders angetan: Erstens die enorme Präzision, die auf ein eingebautes Papierpositionierungsmodul zurückzuführen ist.
Bei der Duplexproduktion legen die VarioPrint-Systeme eine überzeugende Positioniergenauigkeit des vorder- und rückseitigen Druckbildes an den Tag. Zweitens fällt den Praktikern die Druckqualität bei Grafiken und Bildern auf. Mit einer Auflösung von 600 dpi lassen sich selbst Halbtonbilder in guter Qualität, kontrastreich und exakt eindrucken.

Input mit Vielfalt – Output mit Sicherheit
Gerade in der Outsourcing-Dienstleistung braucht die vielseitige und leistungsstarke Digitaldrucktechnik ihr gleichwertiges Pendant im vorgelagerten IT-Bereich.
Entscheidend sei hier die Fähigkeit, alle von den Kunden zur Verfügung gestellten Datenformate zuverlässig übernehmen und verarbeiten zu können, erläutert der ADM-Chef. Die Kunden liefern ihre Dokumente überwiegend in Form von PCL-, TIFF- oder AFP-Datenbeständen, doch auch Formate wie PostScript und PDF seien stark im Kommen. Bei Daten
der zuletzt genannten Kategorie sei häufig das Know-how der ADM-IT-Experten in puncto Datenkonvertierung und Programmierung der Jobs gefragt. Beispielsweise wenn Erst- und Folgeseiten von Dokumenten unterschiedliche Papiere erfordern und somit die Ansteuerung der Papierfächer korrekt zu definieren ist. Die intelligente PRISMA-Software nimmt AFP-, TIFF-, PCL, PostScript- oder PDF-Dateien entgegen, wandelt diese in die von IBM genormte Druckersprache IPDS um und steuert hiermit direkt die Océ-Drucksysteme an. Diese genormte Druckeransteuerung biete eine 100%ige Verarbeitungssicherheit. Denn Sicherheit steht bei ADM an oberster Stelle.

Den Sicherheits- und Datenschutzbedürfnissen der Auftraggeber wird beispielsweise durch Firewalls im Online-Verkehr und die Handhabung und Lagerung der sensiblen Kundendaten und Kundendokumente
in Security-Räumen Rechnung getragen.
Oder die Zuverlässigkeit der Versanddienstleistung: Die 100-prozentige
Postauflieferung kann datenbankgestützt belegt werden. Zusätzlich betreibt ADM ein eigenes Backup-Center, im rund 15 km entfernten Germering. Dort, im Westen von München, stehen eine komplette IT-Infrastruktur, ein Océ Pagestream 158- Einzelblattsystem und eine C5-Kuvertiermaschine zur Verfügung. Zur Sicherung der Daten werden alle Bestände permanent auf die Außenstelle gespiegelt.
Spätestens an dieser Stelle wird deutlich, dass die von ADM angebotene Outsourcing- Dienstleistung immer neue Facetten erhält. Das Drucken und Konfektionieren von Dokumentensätzen ist dabei schon lange nicht mehr alles. Aber ohne diese Kernkompetenzen wäre alles nichts.
 
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